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UV-Filter: Die essenziellen Inhaltsstoffe der Sonnencreme

3 Sep 2021
durch Lonneke

Begeisterte Fans von K-Beauty wissen: Sonnencreme ist enorm wichtig! Selbst zur Winterzeit kann die Haut durch sichtbare und nicht-sichtbare Sonnenstrahlen geschädigt werden. Doch wie genau schützt Sonnencreme unsere Haut? In diesem Post schauen wir hinter die Kulissen.

Zuallererst ein paar Infos zu Sonnenstrahlen im Allgemeinen: Das Licht der Sonne besteht aus Strahlen mit verschiedenen Wellenlängen. Einige davon sind für uns Menschen sichtbar, andere nicht. Das menschliche Auge kann Licht mit einer Wellenlänge von ca. 400 Nanometern (nm) bis 780 nm wahrnehmen. Auch wenn wir Strahlen mit kleineren und größeren Wellenlängen nicht sehen können, haben sie Einfluss auf unsere Haut. In diesem Beitrag soll es um die nicht-sichtbaren UV-Strahlen gehen, welche Hautschäden verursachen können. Wir unterscheiden zwischen drei verschiedenen Arten: UV-A (400-320 nm), UV-B (320-280 nm) und UV-C (280-100 nm). UVC-Strahlen werden von der Ozonschicht blockiert und gelangen nicht zu uns. Unsere Haut ist also keiner Strahlung mit einer kleineren Wellenlänge als 280 nm ausgesetzt.

 

 Wie schützt Sonnencreme unsere Haut?

Der Kontakt - und vor allem der übermäßige Kontakt - mit dem Sonnenlicht ist einer der ausschlaggebenden Faktoren für Hautalterung und die Entwicklung von Hyperpigmentierung und Melasmen. Die Inhaltsstoffe in der Sonnencreme, die dafür zuständig sind, uns vor UV-Strahlen zu schützen, werden Filter genannt. Es wird zwischen zwei verschieden Arten von Filtern unterschieden: chemische Filter und mineralische Filter.

Chemische Filter werden von der Haut absorbiert. Sie lassen die UV-Strahlen zwar bis in die Haut vordringen, wandeln diese aber in nicht-schädliche Licht- und Wärmewellen um. Sie sind einfach anzuwenden und hinterlassen keine weißen Rückstande. Mineralische Filter hingegen bilden eine Schicht auf der Hautoberfläche, welche die Strahlen wie eine Art Spiegel reflektiert. Sie schützen also auf physikalische Weise. Sie werden deshalb auch physikalische Filter genannt. Mineralische Sonnencremes sind für ihren weißen Schleier bekannt. Sie fühlen sich meistens im ersten Moment fettig an und ein gleichmäßiges Auftragen gestaltet sich schwieriger. Zudem trocknen sie die Haut tagsüber etwas aus. Dennoch sind mineralische Filter eine gute Wahl für den direkten Kontakt mit dem Sonnenlicht. Auch für Kinder und Menschen, die chemische Sonnencremes nicht gut vertragen, ist sie ideal.

Die meisten chemischen Filter schützen entweder vor UVA- oder UVB-Strahlung, nicht gegen beide gleichzeitig. Daher werden in einer Sonnencreme oft mehrere chemische Filter benötigt, um vor einem breiten Spektrum zu schützen. Mineralische Filter hingegen schützen gleichzeitig sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen. In einem früheren Blogpost könnt Ihr mehr über die Vor- und Nachteile von chemischen und mineralischen Filtern erfahren.

Nun mehr dazu, was UVA- und UVB-Strahlen voneinander unterscheidet und welche Filter tatsächlich in den INCI-Listen von Euren Sonnencremes vorkommen:

 

 UVA-Strahlung

Das ganze Jahr über wird unsere Haut von UVA-Strahlung beeinflusst. Selbst im Winter können diese Strahlen durch Fenster hindurchdringen und die Hautalterung beschleunigen. Daher ist es so wichtig, jeden Tag Sonnencreme aufzutragen. UVA-Strahlung kann noch weiter unterteilt werden: in UVA-1 (mit einer Wellenlänge von 400-340 nm) und UVA-2 (mit einer Wellenlänge von 340-320 nm).

Chemische Filter, die vor UVA-Strahlen schützen:

  • Avobenzone (auch Avobenzon genannt, auf der INCI-Liste: Butyl Methoxydibenzoylmethane):
    ist einer der wenigen Filter, die vor UVA-1- und UVA-2-Strahlung schützen. Es kann durch Octocrylen und Tinosorb® S stabilisiert werden. Allerdings ist Avobenzone nicht besonders photostabil (lichtbeständig) und verliert bereits innerhalb einer Stunde nach dem Auftragen 36 % seiner Wirksamkeit. Nicht nur deshalb sollte Sonnencreme ständig aufgefrischt werden.

  • Uvinul® A Plus (INCI-Liste: Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate):
    ist ein photostabiler Filter, der in höheren Konzentrationen als Avobenzone eingesetzt werden kann. Uvinul® A Plus schützt vor UVA-1- und UVA-2-Strahlung.
  • Neo Heliopan® AP (auch bekannt als Bidisulizole Disodium, INCI-Liste: Disodium Phenyl Dibenzimidazole Tetrasulfonate):
    Dieser Filter schützt vor UVA-2-Strahlen. Er dringt nicht tief in die Haut ein und bietet allein keinen sehr großen Schutz. Daher wird er meist in Kombination mit anderen Filtern eingesetzt, um ein breites Schutzspektrum zu erreichen. Der Filter ist wasserlöslich und wird daher nicht oft in wasserfesten Sonnencremes verwendet.

 

 UVB-Strahlung

Nicht nur die begehrte sommerliche Bräune, aber auch der lästige Sonnenbrand wird durch UVB-Strahlen verursacht. Diese Strahlen haben eine Wellenlänge zwischen 320 und 280 nm. Die Stärke des Schutzes vor UVB-Strahlen wird mit dem Lichtschutzfaktor LSF (in Englisch SPF) angegeben.

Chemische Filter, die vor UVB-Strahlen schützen:

  • Uvinul® T 150 (auch bekannt als Octyl Triazone, INCI-Liste: Ethylhexyl Triazone):
    ist ein beliebter und stabiler Filter gegen UVB-Strahlung. Uvinul® T ist öllöslich und wird daher oft in wasserfesten Sonnencremes verwendet.

  • Octinoxat (auch Octinoxate, INCI-Liste: Ethylhexyl Methoxycinnamate):
    Viele Menschen versuchen, diesen chemischen Filter zu meiden, da er tief in die Haut vordringt. Allerdings ist nicht genau bekannt, welchen Effekt dies auf die Haut hat. Darüber hinaus kann Octinoxat zu Reizungen führen. Falls Ihr empfindlich auf chemische Filter reagiert, solltet Ihr Octinoxat besser meiden. Auf Hawaii und in einigen anderen Küstenstädten ist dieser Filter verboten, da er schädlich für Korallenriffe ist. Octinoxat wird oft in Kombination mit dem mineralischen Filter Zinkoxid eingesetzt.

  • Octocrylen (INCI-Liste: Octocrylene)
    Octocrylen ist öllöslich und somit ein wasserfester Filter. Oft wird er zur Stabilisation von anderen Filtern (wie Avobenzone) eingesetzt. Octocrylen kann Kontaktallergien auslösen und wird nicht für Kinder unter 3 Jahren empfohlen.
  • Octisalate (auch Octyl Salicylate oder Octylsalicylat, INCI-Liste: Ethylhexyl Salicylate):
    Auch dieser Filter wirkt allein relativ schwach, besitzt aber die Fähigkeit, andere Filter zu stärken. Bei empfindlicher Haut verursacht er möglicherweise Reizungen.
  • Homosalat (auch Homosalate, INCI-Liste: Homomenthyl Salicylate):
    In den ersten 45 Minuten nach dem Auftragen verliert dieser Filter 10 % seiner Wirksamkeit. Homosalat ist allein kein kraftvoller Filter und auch er wird oft zur Stärkung von anderen Filtern eingesetzt.


  • Ensulizol (auch Ensulizole, INCI-Liste: Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid):
    ist ein kraftvoller UVB-Filter. Da er wasserlöslich ist, wird er nicht in wasserfesten Formeln eingesetzt. Ensulizol ist photostabil. Durch seine Größe könnte er theoretisch tief in die Haut vordringen. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass dies aufgrund seiner Wasserlöslichkeit nicht geschieht.


  • Amiloxat (auch Amiloxate, INCI-Liste: Isoamyl p-Methoxycinnamate):
    Dieser öllösliche Filter kann Kontaktallergien auslösen. Es wurden noch nicht viele Studien über seine Effekte auf die Haut durchgeführt.


  • Polysilicone-15:
    Polysilicone-15 dringt nicht tief in die Haut ein. Es kann zur Stabilisation von einigen UVA-Filtern eingesetzt werden (z.B. Avobenzone) und wirkt besonders gut in Kombination mit dem UVB-Filter Ensulizol, um einen höheren UV-Schutz zu erzeugen.

  • Iscotrizinol (auch Uvasorb® HEB, INCI-Liste: Diethylhexyl Butamido Triazone):
    ist ein effizienter und photostabiler UVB-Filter. Untersuchungen haben gezeigt, dass er innerhalb von 25 Stunden nur 10 % seiner Wirksamkeit verliert. Er wird häufig in wasserfester Sonnencreme eingesetzt, da er öllöslich ist.


  • Enzacamene (INCI-Liste: 4-Methylbenzylidene Camphor):
    Dieser öllösliche Filter ist relativ instabil. Er stabilisiert allerdings UVA-Filter wie z.B. Avobenzone.

 

 Breites Wirkungsspektrum (UVA & UVB)

Es existieren auch Filter, die sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen. Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass wir bis jetzt nur Beispiele für chemische Filter genannt haben. In diesem Abschnitt über Filter mit breitem Spektrum sind nun endlich auch mineralische Filter an der Reihe. Darüber hinaus gibt es Mischformen von Filtern, welche die Eigenschaften von chemischen und mineralischen Filtern kombinieren.

Chemische Filter, die vor UVA- & UVB-Strahlen schützen:

  • Tinosorb® S (auch Bemotrizinol, INCI-Liste: Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine):
    Die großen Moleküle dringen nicht tief in die Haut ein. Dieser Filter ist photostabil und wird häufig zur Stabilisation von Avobenzone eingesetzt.
  • Oxybenzon (auch Oxybenzone, INCI-Liste: Benzophenone-3):
    Oxybenzon gelangt einfach in das Innere der Haut und wird oft vermieden, da es die Hormonbalance beeinflussen kann. Dieser Filter kann ein Risiko während der Schwangerschaft oder des Stillens darstellen. Auch er ist auf Hawaii und in einigen anderen Küstenstädten verboten, da er giftig für Korallen ist.

 

Mineralische Filter, die vor UVA- & UVB-Strahlen schützen:
  • Zinkoxid (Zinc Oxide):
    ist einer der wenigen Filter, die auch in hoher Konzentration und als alleiniger Filter in einer Sonnencreme eingesetzt werden können. Zinkoxid ist enorm photostabil, hinterlässt aber einen weißen Schleier. Es findet in verschiedenen Formen Anwendung. Die Nano-Variante ist z.B. weniger schädlich für Korallenriffe. Jedoch verringert sich mit der Partikelgröße auch der Schutz vor der Sonne. Der mineralische Filter Zinkoxid gilt als sicher während der Schwangerschaft.

  • Titandioxid (Titanium Dioxide):
    Dieser mineralische Filter hinterlässt weiße Rückstände. Er ist häufig in der Nano-Variante anzutreffen.

 

Mischformen, chemisch-mineralische Filter:

  • Tinosorb® M (auch Bisoctrizole oder Bisoctrizol, INCI-Liste: Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol):
    ist einer der ersten organischen Filter, die Sonnenstrahlen gleichzeitig absorbieren und zerstreuen. Er hinterlässt möglicherweise leichte weiße Rückstände
    .
         
  • Tinosorb® A2B (nano) (INCI-Liste: Tris-Biphenyl Triazine (nano)):
    ist ein Filter der neuen Generation und ist deshalb noch nicht oft anzutreffen. Er bietet hochqualitativen UVA- und UVB-Schutz und ist frei von Konservierungsstoffen. Schon in niedrigen Konzentrationen glänzt Tinosorb® A2B mit hoher Wirksamkeit. Zudem beugt er Hautschädigungen vor.

 

 Make-up mit Sonnenschutz

Heutzutage sind auch viele Make-up-Produkte (z.B. BB-Creams, Foundation und Cushions) mit UV-Filtern versehen. Jedoch ist die aufgetragene Menge meist nicht genug, um den angegebenen UV-Schutz zu erreichen. Für einen ausreichenden Sonnenschutz solltet Ihr deshalb vor dem Make-up genug Sonnencreme auftragen und diese einige Minuten einziehen lassen.

 

 Nachschauen, was drin ist!

Wisst Ihr, welche Filter in Eurer Lieblings-Sonnencreme enthalten sind? Schaut doch mal auf die INCI-Liste und findet es heraus! Besonders für Menschen mit empfindlicher Haut kann das Meiden von bestimmten Filtern wichtig sein. Unser Kundenservice berät Euch gerne bei der Auswahl von einer passenden Sonnencreme.


Mit welchen Filtern habt Ihr gute Erfahrungen gemacht? Und welche versucht Ihr zu meiden?

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